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Ich habe schon immer gerne Musik gehört und auch ein paar Versuche in aktiver Richtung gemacht. Als Kind habe ich die obligatorische Blockflöte gespielt, später auch noch Altflöte. Mit 16 habe ich mir eine billige Gitarre gekauft und ein bißchen Unterricht genommen. Dabei lernte ich mehr Melodiespiel als Liedbegleitung, was mir bald zu langweilig wurde, also landete die Gitarre in der Ecke. Keyboard habe ich auch mal eine Weile geübt, aber auch dabei fehlte mir leider die nötige Ausdauer.
Also habe ich mich wieder auf´s Zuhören beschränkt.

Ein bißchen richtigen Kontakt in Richtung Musik habe ich erst durch die Boatmen wieder bekommen, aber eben auch nur als Zuhörerin und Fotografin.

Im November 2005 hatte ich dann die Eingebung für mein erstes eigenes Lied, das ich für Andre geschrieben habe: "Over the Rainbowbridge". Ich dachte, das wäre einmalig gewesen und damit wäre mein aktiver Ausflug in die Musik erledigt. Aber oft kommt es eben doch anders als man denkt. Im Mai 2006 habe ich begonnen, ein zweites Lied zu schreiben, in der Zeit in der Habichtswaldklinik habe ich es vollendet und im August war dann auch die englische Endkontrolle von "An unfair fight" fertig.

Schon "Over the Rainbowbridge" wollte ich gerne selber singen und auch aufnehmen. Dieser Wunsch hat sich mit dem zweiten Lied noch verstärkt, darum hatte ich schon vor dem Klinikaufenthalt beschlossen, nach meiner Rückkehr Gesangsunterricht zu nehmen, wenn meine Kraft dafür reicht. In der Klinik haben wir auch viel gesungen, dort wurde Mantrensingen (spirituelles Singen) angeboten, bei dem es nicht auf das Können ankommt, sondern nur auf den Spaß am Singen und die Energien, die dabei freigesetzt werden. Mit Gaby, einer Mitpatientin, mit der ich mich angefreundet habe, habe ich diese Mantren auch Abends im Park in der Nähe der Klinik gesungen, oft haben sich noch weitere Patientinnen zu uns gesetzt und mitgemacht.

In der Klinik habe ich zusammen mit meiner Psychologin das Ziel entwickelt, meine Lieder nicht nur auf meine Homepage zu stellen, sondern nach anderen Wegen zu suchen, um meinen Mitkämpfern damit Mut und Hoffnung zu machen. Da es dafür mit Singen allein nicht getan ist, habe ich mir in Kassel eine Westerngitarre gekauft und dort noch fleißig geübt. Unser abendliches Singen hat uns mit Gitarrenbegleitung noch viel mehr Spaß gemacht, darum war ich sehr motiviert, möglichst schnell die Griffe zu lernen, die wir für die Mantren brauchten. Am 27.6. habe ich, während meine Chemo lief, zum ersten Mal "Over the Rainbowbridge" mit Gitarrenbegleitung gesungen. Das war toll! Abends habe ich es dann mit Gaby zusammen gesungen und am nächsten Tag habe ich auch die Begleitung für "An unfair fight" geschafft.

Wieder zu Hause stellte ich fest, dass meine Chinchis keine Gitarre mögen. Sie drehen durch, wenn sie sie "live" (also nicht über PC oder Fernseher) hören. Sie hören wohl andere Frequenzen als wir, ich kann also nur im Schlafzimmer üben.
Mit den Fingern war es auch nicht einfach, weil Westerngitarren Stahlsaiten haben und meine Fingerkuppen ohnehin durch die Chemo geschädigt waren. Dank Tipps in einem Musikgeschäft und einem Forum konnte ich dieses Problem etwas vermindern. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und auch genug Hornhaut bekommen.

Im Oktober 06 habe ich endlich mit Gesangsunterricht begonnen. Gitarrenunterricht habe ich bisher nicht genommen, sondern versuche mir das Gitarrespielen selbst beizubringen. Nur 2x war ich bei einem Gitarrenlehrer, weil ich gezielte Hilfe brauchte, um die Begleitung für 2 Songs zu schreiben.

Im November 06 war "For My Breast" fertig, die Melodie habe ich selber geschrieben. So ist auch mein Keyboard wieder zum Einsatz gekommen, das bis dahin in einer Ecke vor sich hin staubte. Meine Notenkenntnisse konnte ich auch mal wieder auffrischen.
Nach einer Blockade habe ich im Januar 07 endlich "The Hairless Song" vollendet.

Am 25.1.07 habe ich zum ersten Mal "An Unfair Fight" vor anderen Leuten gesungen. Es war kein richtiger Auftritt, sondern ein bunter Abend bei meiner Gesangslehrerin, hat trotzdem viel Überwindung gekostet und ich bin gut angekommen. Das Bild oben auf dieser Seite ist an diesem Abend entstanden.

Anfang März fuhr ich wieder zur Reha in die Habichtswaldklinik. Ich hatte schon vorher überlegt, dort den ersten richtigen Auftritt für meine "Zielgruppe", also Mitpatienten und Angehörige, zu machen, und wurde von verschiedenen Seiten dazu ermutigt. Mit Renate, einer Mitpatientin, die auch gerne singt, habe ich oft geübt. Auch von ein paar anderen Mitpatienten und Mitarbeitern der Klinik bekam ich viel Unterstützung, dafür noch mal ganz lieben Dank, ohne euch hätte ich das nicht geschafft!
Am 1.4. war es soweit, ich habe vor 20 Leuten gesungen. Vorher hatte ich ziemliches Lampenfieber, aber als ich das erste Lied hinter mir hatte, ging es besser als ich dachte. Ich habe 5 Lieder gespielt und viel zu meiner Geschichte und zu den einzelnen Liedern erzählt. Schon an den Reaktionen der Zuhörer habe ich gesehen, dass ich gut angekommen bin. Zum Schluss bekam ich Standing Ovations, viele Umarmungen, einen Blumenstrauß und sehr viel positive Resonanz. 
Am 9.4. bin ich noch mal aufgetreten, obwohl ich kurz vorher wieder mit der Chemo begonnen hatte und es mir an dem Tag ziemlich schlecht ging. Trotz kurzfristiger Ankündigung waren 15 Zuhörer da und ich bin wieder sehr gut angekommen.
Ich habe die Klinik für meine ersten "Gehversuche" gewählt, weil ich dort einen geschützten Rahmen hatte, viele Zuhörer kannte ich zumindest vom Sehen und auch der Raum war mir vertraut. Außerdem hat dort 2006 mein Weg mit der Musik richtig begonnen, es hat einfach alles gepasst und der Kreis hat sich geschlossen.
Ich bin sehr glücklich und auch stolz, dass es so gut geklappt hat!

In der Klinik habe ich ein neues Lied geschrieben ("To My Cancer") und für ein anderes ("Why Me") endlich eine eigene Melodie geschrieben.

Im November 2007 war ich wieder in der Habichtswaldklinik, dort habe ich ein Weihnachtslied geschrieben, es heißt "One More Christmas".

Inzwischen bin ich von vielen Leuten nach einer CD mit meinen Songs gefragt worden. Das Ziel habe ich immer noch, fürchte aber, dass es bis dahin noch länger dauern wird. Dafür bin ich noch nicht gut genug und es fehlt mir durch die Krankheit und die Therapie auch die Energie, so intensiv daran zu arbeiten, wie ich es gerne machen würde. Außerdem muss ich mir noch eine bezahlbare Möglichkeit suchen, die CD aufzunehmen. Aber ich bleibe auf jeden Fall dran, versprochen!

Unten geht es zu meinen Songs. Die Songs sind nicht chronologisch nach dem Entstehen geordnet, sondern nach der logischen Reihenfolge. Über Rückmeldungen zu den Songs freue ich mich, Ihr findet in meinem Forum einen Bereich, in dem Ihr auch schreiben könnt, ohne euch im Forum anzumelden: Lieder auf Miceandme.de

krebskiller.jpg

brust5.jpg

glatzen_klein.jpg

An Unfair Fight

Why Me

For My Breast

The
Hairless Song

rainbow2.jpg

rainbow2.jpg

 

To My Cancer

One More
Christmas

Over the Rainbowbridge

 


Meine kleine Musikecke im Schlafzimmer

Dieses Foto habe ich in meiner Fotokiste entdeckt. Es ist 1987 entstanden, mein Kommentar auf der Rückseite: "Ob das noch mal was wird?" . Mein Wellensittich Putzi, ganz oben links im Bild, guckt auch ziemlich skeptisch. Jetzt kann ich die Frage wohl ganz klar mit JA beantworten !

 

 

© 2005-2008 by Mony