Habichtswaldklinik

 

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2002

Meine erste Anschlussheilbehandlung nach der Erstdiagnose führte mich am 8.7.2002 in die Habichtswaldklinik in Kassel. Ich hatte mich für diese Klinik entschieden, weil sie sehr viele ergänzende Therapien anbietet und sich das ganze Konzept für mich sehr gut anhörte. Zunächst hat mir die Klinik auch ganz gut gefallen.

Am 13.7. wachte ich morgens mit einem sehr dicken linken Arm auf. Es bestand der Verdacht auf eine Thrombose. Ich hatte am 24.6. einen Port gelegt bekommen, weil ich für mindestens ein Jahr Herceptin bekommen sollte und meine Venen durch die Chemo kaum noch zu gebrauchen waren. In einer anderen Klinik wurde eine Phlebographie gemacht, die den Verdacht leider bestätigte.

Ich konnte nun keine Therapien mehr mitmachen, musste den Arm wickeln und 2x täglich Heparin spritzen. Außerdem sollte der Port so bald wie möglich entfernt werden. Das wollte ich aber nicht dort machen lassen, also brach ich die AHB ab und fuhr am 18.7. wieder nach Hause. Der Port blieb mir doch noch einige Monate erhalten, er war weiter durchlässig, bis im Oktober nichts mehr ging. Der Schlauch vom Port hatte Schaden genommen, weil er nach der Thrombose mit großem Druck gespült werden musste. Also wurde der Port doch noch entfernt. Die Vene ist auch heute noch zu, es haben sich aber Umgehungen gebildet, so dass ich keine Probleme mehr damit habe.

Mich hat zu dem Zeitpunkt in der Klinik außerdem gestört, dass in der Onkologie nicht nur Patienten waren, die die Therapien hinter sich haben, sondern auch Akut-Patienten, die dort eine Chemo bekamen. Ich war damit völlig überfordert, weil ich das Thema Krebs endlich vergessen wollte. Als ich darüber mit der Psychologin sprach und sagte, dass ich die Einstellung habe, wieder gesund zu sein, meinte sie, das könne man bei den Faktoren meines Tumors ja nicht sagen.........Ich war völlig fertig und fragte meine Ärztin danach, die mir diese Aussage bestätigte. Mein Tumor war sehr agressiv und hatte schon in die Lymphknoten gestreut, außerdem war ich sehr jung, so dass die Gefahr, Metastasen zu bekommen, sehr hoch war. Das war nun wirklich das Letzte, was ich hören wollte, und ich habe lange gebraucht, um das zu verdauen.

Natürlich hatten die beiden recht, auch mein behandelnder Onkologe in Hannover hatte mir etwas Ähnliches schon bei der Diagnose gesagt, das hatte ich aber verdrängt. Wer will über sowas schon nachdenken? Für mich wäre es besser gewesen, länger mit dem Gefühl, es überstanden zu haben und den Krebs los zu sein, leben zu dürfen. Die Realität hätte mich auch so schnell genug wieder eingeholt.

Als ich die AHB im Oktober 2002 wieder aufnehmen konnte, entschied ich mich für eine andere Klinik. Die Habichtswaldklinik war mir durch diese Erfahrungen in zu schlechter Erinnerung geblieben. 

Aber schlechte Erinnerungen können durch positive Erfahrungen "geheilt" werden........

2006 fuhr ich doch wieder in die Habichtswaldklinik, den Bericht findet Ihr
auf der nächsten Seite

 

  

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